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Coaching für Kanzleien

Eine Kanzlei ist so stark wie die Menschen, die sie von innen zusammenhalten.

Übersicht

Kanzleien investieren enorm in Recruitment. Sie suchen sorgfältig, prüfen gründlich, entscheiden wohlbedacht. Und dann passiert, was in vielen Kanzleien passiert: Der neue Associate fügt sich nicht wirklich ein. Der talentierte Senior Associate verliert die Motivation, bevor er den nächsten Schritt macht. Der aufgestiegene Partner führt sein Team so, wie er selbst geführt wurde – nicht so, wie das Team geführt werden möchte. Und irgendwann fragt jemand: Warum funktioniert das bei uns so selten wirklich?

Die Antwort liegt selten in fehlender Fachkompetenz. Sie liegt in Fragen, die Kanzleien zu selten stellen: Welche Werte tragen unsere Kanzleikultur – und welche Menschen verstärken sie? Wer hat das Potenzial, Verantwortung für andere zu übernehmen – und nicht nur für Mandate? Und wie entwickeln wir Menschen so, dass sie nicht nur exzellent sind, sondern auch tragend?

Genau das ist der Ausgangspunkt für Coaching in Rechtsanwaltskanzleien mit LWYRD.

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Was Kanzleien von anderen Organisationen unterscheidet

Coaching für Kanzleien funktioniert nicht wie Coaching für Unternehmen. Die Strukturen sind anders. Die Hierarchien sind anders. Und vor allem: die Mentalität ist anders.
Kanzleien sind Meritokratien par excellence. Wer die besten Ergebnisse liefert, steigt auf. Das ist kein Fehler – es ist ein Wertesystem, das Exzellenz fördert und Verantwortungsbewusstsein schult. Aber es hat eine strukturelle Blindstelle: Wer immer nach Leistung bewertet, entwickelt kein Gespür dafür, wie jemand wirkt, wenn er für andere verantwortlich ist. Ob er delegieren kann. Ob er zuhört. Ob er andere trägt oder aufreibt.
Hinzu kommt: In Kanzleien reden Menschen selten über sich. Über Mandanten, über Strategien, über den Markt – ja. Über die eigene Führungswirkung, die eigenen Muster im Umgang mit Druck, die eigenen Erwartungen an das Team – kaum. Das ist keine Charakterschwäche. Es ist Kanzleikultur. Und genau deshalb braucht es einen externen Rahmen, in dem diese Gespräche stattfinden können.

Die entscheidende Frage: Wer hat das Potenzial zum Partner?

Die Partnerentscheidung ist die wichtigste Personalentscheidung, die eine Kanzlei trifft. Sie ist langfristig, strukturprägend und schwer rückholbar. Wer Partner wird, hat Mitsprache – an Strategie, Kultur, Nachwuchs. Wer den falschen Menschen zum Partner macht, importiert Konflikte, die Jahre dauern können.
Und trotzdem basiert die Partnerentscheidung in vielen Kanzleien vor allem auf einem Kriterium: fachlicher Exzellenz über Zeit. Das ist notwendig, aber nicht hinreichend. Denn was ein Partner leisten muss, hat mit Facharbeit nur noch zum Teil zu tun. Er muss ein Team entwickeln. Mandanten binden. Konflikte aushalten, ohne sie zu eskalieren. Anderen Raum lassen, ohne die eigene Haltung aufzugeben. Und er muss zu einer Partnerschaft passen, die – wie jede Partnerschaft – auf gemeinsamen Werten beruht.
Coaching hilft, genau das sichtbar zu machen. Nicht durch Logik klassischer Assessment-Center, sondern durch einen strukturierten Prozess, der zeigt, wie jemand denkt, wie er auf andere wirkt, was ihn antreibt – und ob das zu dem passt, was die Kanzlei in den nächsten zehn Jahren braucht.
Der Unterschied zwischen einem guten Senior Associate und einem tragenden Partner liegt nicht im Lebenslauf. Er liegt in dem, was kein Lebenslauf zeigt.

Teamfähigkeit: das unterschätzte Kriterium in der Kanzleiwelt

Juristen werden in Einzelleistung ausgebildet. Das Examen schreibt jeder allein. Die Qualität eines Schriftsatzes liegt an einer Person. Das prägt – und es begrenzt. Denn wer gelernt hat, allein zu leisten, hat nicht automatisch gelernt, mit anderen zu leisten.
In der Kanzleipraxis ist das spürbar: Associates, die Informationen nicht teilen, weil sie Konkurrenz fürchten. Partner, die delegieren, aber nicht loslassen können. Teams, die formal zusammenarbeiten, aber inhaltlich nebeneinander herlaufen. Mandanten, die spüren, dass die linke Hand nicht weiß, was die rechte tut.
Teamfähigkeit ist keine Übung für den Alltag. Sie ist eine Voraussetzung für Kanzleiwachstum. Kanzleien, die Mandanten langfristig binden, tun das nicht nur durch fachliche Qualität – sie tun es, weil ihre Teams verlässlich, kommunikationsfähig und intern gut aufeinander abgestimmt sind. Das entsteht nicht von selbst. Es wird entwickelt.
Im Coaching-Prozess bei LWYRD machen wir sichtbar, wie jemand in Teams wirkt: ob er andere mitbringt oder bremst, ob er Konflikte produktiv oder destruktiv verarbeitet, ob er Führung als Ermächtigung oder Kontrolle versteht. Diese Erkenntnisse verändern, wie Kanzleien ihre Menschen entwickeln – und wen sie mit welcher Verantwortung betrauen.

LWYRD Business Coaching
Der nächste Schritt beginnt mit der richtigen Frage.
Coaching für Juristen & Kanzleien

Wertepassung: warum Kanzleikultur kein Zufall sein sollte

Jede Kanzlei hat eine Kultur. Die meisten haben sie nicht bewusst entwickelt. Sie ist entstanden – aus den Gründern, den frühen Partnern, den Mandaten, die die Kanzlei geprägt haben. Das ist natürlich. Aber es bedeutet: Wer neu in die Kanzlei kommt, trifft auf ein Wertemilieu, das er nicht kennt – und das sich ihm gegenüber oft nicht erklärt.

Wertepassung ist nicht: „Kommt der Kandidat gut an?“ oder „Wirkt er wie einer von uns?“ Diese Fragen sind Intuition, keine Analyse – und Intuition ist anfällig dafür, das Bestehende zu bestätigen. Sie reproduziert das Bestehende, statt es bewusst zu gestalten.

LWYRD nutzt das Tool 9 Levels of Value Systems®, um Wertepassung strukturiert sichtbar zu machen – auf beiden Seiten. Welche Werte tragen die Kanzlei wirklich an? Welche Werte bringt ein Kandidat mit? Wo ergänzen sie sich, wo reiben sie sich? Diese Analyse ist kein Eignungstest. Sie ist die Grundlage für eine Entscheidung, die auf etwas anderem beruht als auf Bauchgefühl und Prädikaten.

Kanzleien, die wissen, welche Werte sie vertreten, können gezielter rekrutieren, gezielter entwickeln – und früher erkennen, wenn jemand nicht passt. Das spart nicht nur Geld. Es spart die Energie, die in ungelösten Kulturkonflikten versickert.

Wir arbeiten auf drei Ebenen: mit Einzelpersonen, mit Führungsteams und mit der Kanzlei als Organisation.
Auf Einzelebene begleiten wir Associates und Senior Associates, die auf dem Weg zu einer Führungsrolle sind – und dabei unterstützt werden sollen, die eigene Wirkung zu verstehen, die eigenen Stärken bewusst einzusetzen und die Lücken zu entwickeln, die Partnerschaft erfordert. Das ist kein Assessment. Es ist Entwicklungsarbeit mit konkretem Bezug zur Kanzleirealität.
Auf Teamebene arbeiten wir mit Partnergruppen oder Practice Teams, die ihre Zusammenarbeit verbessern möchten: klarere Kommunikation, produktivere Konflikte, geteiltes Verständnis von Erwartungen. Kanzleiteams, die gut miteinander arbeiten, sind nicht nur angenehmer – sie sind leistungsfähiger.
Auf Organisationsebene unterstützen wir Kanzleien dabei, die eigene Kultur zu verstehen und bewusst zu gestalten: Welche Werte soll die Kanzlei in zehn Jahren vertreten? Wen brauchen wir dafür? Und wie entwickeln wir heute die Menschen, die morgen die Kanzlei tragen?

Kanzleien, die ihre Kultur kennen, treffen bessere Personalentscheidungen. Nicht weil sie mehr suchen – sondern weil sie genauer wissen, was sie suchen.

Der LWYRD-Unterschied: Coaching und Markt in einem.

Was uns von generalistischen Coaching-Anbietern unterscheidet: Wir kennen den Kanzleimarkt. Nicht aus der Beobachterperspektive, sondern aus jahrelanger Rekrutierungspraxis. Wir wissen, welche Kanzleikulturen Menschen entwickeln und welche sie auslaugen. Wir kennen die Muster, die erfolgreiche Partnerschaften auszeichnen – und die, die Kanzleien von innen zerreiben.
Katharina E. Gangnus ist Rechtsanwältin und DBCA-zertifizierte Business Coach. Sie hat selbst im juristischen Betrieb gearbeitet, versteht die Sprache und die Logik der Kanzleiwelt – und kann deshalb Coaching leisten, das nicht generisch ist, sondern auf die spezifische Realität von Kanzleien zugeschnitten ist.
Was am Ende entsteht, ist kein Bericht mit Empfehlungen. Es ist Klarheit – über Menschen, über Teams, über Kultur. Und die Grundlage für Entscheidungen, die halten.

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