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Robe & Revolte x LWYRD: Was der Rechtsmarkt jetzt braucht

„Wenn es dir nicht gefällt, mach neu“ – das Motto von Robe & Revolte passt perfekt zum Status quo im Rechtsmarkt. In der Valentinstags-Folge 2025 war ich zu Gast bei Dr. Franziska Haberl und Sarah Kind. Wir haben darüber gesprochen, was „neu machen“ konkret heißt: Für Jurist:innen, für Kanzleien und Unternehmen – und für eine Personalberatung, die Potenzial, Werte und Passung ins Zentrum rückt.

Was ich „neu“ mache

LWYRD steht für eine juristische Personalberatung, die das individuelle Potenzial in den Vordergrund stellt und Recruiting konsequent mit Coaching verzahnt. Unser Ziel: Nachhaltige Besetzungen statt kurzfristiger „Matches“. Dahinter steht die Haltung, dass Karriereentscheidungen gelingen, wenn Kompetenz, Werte und Kontext zusammenpassen. Personalberatung ist für uns deshalb nie nur CV-Weiterleitung, sondern Begleitung: Aufmerksam, sparsam mit Buzzwords, klar in der Sache.

Mein Weg in Kurzform – und warum er wichtig ist

Vom frühen Wunsch, Juristin zu werden, über herausfordernde Studienjahre, eine prägende Zeit im Bundestag, den Einstieg als Syndikus bis hin zum Wechsel in die Personalberatung: Es war kein gerader Weg – aber der Richtige. Aus dem Podcast entstand das Unternehmen, später das Business-Coaching und ein Buch. Die Quintessenz aus diesem Weg: Erfolg ist individuell. Er entsteht dort, wo Freiheit und Verantwortung zusammenkommen und wo Entscheidungen bewusst getroffen und getragen werden.
Hand auf’s Herz: Wo haben Sie zuletzt eine Entscheidung getroffen, die wirklich zu Ihnen passte und nicht (nur) zur Erwartung anderer?

Persönlichkeitsentwicklung ist Karrierearbeit

Jurist:innen lernen, komplexe Probleme zu lösen. Was oft fehlt, ist die gleiche Konsequenz für die eigenen Themen. Reflexion ist heutzutage kein „nice to have“ mehr, sondern Grundlage für tragfähige Entscheidungen: Welche Werte treiben mich an? Welche Rahmenbedingungen brauche ich? Welche Wirkung will ich erzielen? Im Coaching erleben wir regelmäßig, wie Führungskräfte und erfahrene Jurist:innen mit wenigen gezielten Fragen wieder Klarheit gewinnen. Neugier spielt dabei eine Schlüsselrolle: Sie öffnet Perspektiven, fördert Respekt für andere Ideen und stärkt Selbstführung.

„Jurist:innen lernen, komplexe Probleme zu lösen. Was oft fehlt, ist die gleiche Konsequenz für die eigenen Themen. Reflexion ist heutzutage kein „nice to have“ mehr, sondern Grundlage für tragfähige Entscheidungen.“

Was den Rechtsmarkt aktuell bewegt

  • Profitabilitätsdruck: In Teilen des Kanzleimarkts steigen die Anforderungen. Das erhöht den Druck auf Einheiten und Individuen – und macht Differenzierungsmerkmale jenseits der größten „Cash Cow“ relevant.
  • Technologie: Ohne fundierten Blick auf KI geht es nicht mehr – weder in der Leistungserbringung noch im Business Development.
  • Notenfixierung: In vielen Kanzleien zählt das Examen weiterhin stärker als es sollte. Auf Unternehmensseite sehen wir mehr Offenheit. Unser Blick: Noten sind ein Faktor – nicht der Maßstab für Potenzial.
  • Werte- und Kulturwandel: Jüngere Generationen fordern Klarheit, Verlässlichkeit und Entwicklung – zu Recht! Kultur ist Führungsaufgabe. Sie entsteht nicht im Karriereportal, sondern im Alltag.

Unser Ansatz: Sustainable Legal Recruitment & Coaching

Damit Besetzungen halten, braucht es mehr als Stellenprofile und Gespräche im Schnellverfahren. Wir haben unseren Recruitingprozess deshalb in 2025 wie folgt erweitert:

1. Vorphase: Werte, Bedarf, Kontext

  • Wir nehmen uns Zeit für die echte Lage: Was wird wirklich gebraucht – fachlich, menschlich, kulturell? Warum haben Leute die Kanzlei/das Unternehmen verlassen? Was hört man zwischen den Zeilen?
  • Optional beziehen wir wertediagnostische Tools ein (z. B. zur Passung von individuellen und organisationalen Wertesystemen). Ziel ist kein „Eignungstest“, sondern ein besseres Verständnis von Kultur und Entwicklungspfaden auf beiden Seiten.

2. Vermittlung mit Qualitätsfilter

  • Wir stellen nur Profile vor, die fachlich und wertebezogen plausibel passen und begründen, warum. Transparenz schont Ihre Zeit und erhöht die Trefferquote.

3. Onboarding-Begleitung

  • Die meisten Fehlstarts scheitern an Zwischenmenschlichem, nicht an Skills. In den ersten Monaten moderieren wir Erwartungen, Feedback und Zusammenarbeit, damit aus Zusage Bindung wird.

Der Effekt: Weniger Schleifen, weniger Frust, messbar mehr Stabilität.

Take-aways für Kanzleien und Unternehmen

  • Recruiting beginnt vor der Ausschreibung: Klären Sie Bedarf, Werte, Führung.
  • Qualität ist keine Kostenstelle. Schlechte Passung wird immer teurer.
  • Self-Leadership schlägt „reiner Lebenslauf“ – bei Kandidat:innen wie Führungskräften.
  • Neugier, Respekt, Verlässlichkeit, Verantwortung und Mut müssen als das wahrgenommen werden, was sie sind – nämlich betriebswirtschaftlich wirksame Faktoren.
  • Onboarding ist Führung. Planen Sie es wie ein Projekt und nehmen Sie sich hierfür Zeit.

Lust auf „neu – aber wirksam“?

  • Wo drückt bei Ihnen gerade der Schuh: Rolle, Team, Kultur, Führung?
  • Welche Stelle besetzen Sie 2026 so, dass sie 2028 noch trägt?

Wenn Sie diese Fragen ernsthaft angehen wollen, sprechen wir miteinander.

Wir begleiten Sie gerne.

Alles Liebe,
STAY LWYRD,
Ihre
Katharina E. Gangnus

Quellen

 

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