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Charity Event Namibian_Wildlife_Foundation_Bild by Vero Bielinski

Verantwortung verbindet: Was Unternehmertum, Naturschutz und Zukunft miteinander zu tun haben

„Wir begreifen Verantwortung nicht als Bürde, sondern als Privileg und als Antrieb.“

Dieser Gedanke stand über dem Charity Abend der Namibian Wildlife Foundation (NWF), den ich unter dem Motto „Verantwortung verbindet. Zwischen Unternehmertum, Natur und Zukunft“ in der Villa Wertheimber in Bad Homburg moderieren durfte. Und auch einige Zeit später beschäftigt mich dieser Satz noch, weil er weit über diesen einen Abend hinausweist, der für mich als Mitglied der noch jungen NWF im Rahmen meines ehrenamtlichen Engagements einen besonderen Stellenwert hatte.
Verantwortung ist ein Begriff, der im unternehmerischen Kontext schnell etwas abstrakt klingt. Unternehmen tragen Verantwortung für ihre Mitarbeitenden, für wirtschaftliche Entscheidungen, für Kunden, Partner und die Gesellschaft. Unternehmerinnen und Unternehmer müssen Entscheidungen treffen, deren Auswirkungen häufig nicht an der eigenen Schreibtischkante enden. Ich glaube allerdings, dass Verantwortung erst dann wirklich wirksam wird, wenn wir sie nicht ausschließlich als Verpflichtung verstehen, sondern als Möglichkeit, mit dem, was uns zur Verfügung steht, tatsächlich etwas zu bewegen.

Verantwortung entsteht nicht im Alleingang

Genau das habe ich an diesem Abend auf eine sehr besondere Weise erlebt. Gemeinsam mit Maximilian Henrichs, dem zweiten Vorsitzenden der Namibian Wildlife Foundation, und Juliane Eller, Gründerin und Geschäftsführerin von JUWEL Weine, haben wir darüber gesprochen, was verantwortungsvolles Unternehmertum, nachhaltiges Denken und Naturschutz miteinander verbindet. Auf den ersten Blick sind das sehr unterschiedliche Welten. Ein Unternehmen zu führen folgt anderen Mechanismen als der Schutz von Wildtieren und Lebensräumen im südlichen Afrika. Und eine deutsche Winzerin beschäftigt im Alltag andere Fragen als eine Organisation, die sich für den Erhalt der einzigartigen Natur Namibias einsetzt. Auf den zweiten Blick gibt es jedoch erstaunlich viele Gemeinsamkeiten: Es geht um langfristiges Denken und um den bewussten Umgang mit Ressourcen sowie um die Frage, welche Auswirkungen Entscheidungen heute auf die Zukunft haben werden. Und letztlich um die Erkenntnis, dass Nachhaltigkeit nicht darin bestehen kann, kurzfristig möglichst viel herauszuholen. Verantwortung bedeutet in diesem Sinne nämlich auch, über den eigenen unmittelbaren Wirkungskreis hinauszudenken.

Was kann Unternehmertum zum Naturschutz beitragen?

Unternehmerisches Engagement wird häufig zuerst mit finanzieller Unterstützung verbunden. Und natürlich ist diese unverzichtbar, denn Naturschutzprojekte benötigen Geld, um konkret arbeiten zu können. Aber Unternehmertum kann sehr viel mehr beitragen.
Unternehmerinnen und Unternehmer verfügen über Wissen, Kontakte, Reichweite und Netzwerke und können so Menschen zusammenbringen, Türen öffnen, Aufmerksamkeit schaffen und ihre Erfahrung dort einbringen, wo Organisationen davon profitieren. Gerade darin liegt aus meiner Sicht eine enorme Kraft und Chance, die ich gemeinsam mit den übrigen Mitgliedern der NWF an diesem Abend sichtbar machen wollte. Mir ist im Laufe der Jahre meiner unternehmerischen Tätigkeit bewusst geworden, dass Herausforderungen selten von einzelnen Menschen oder Institutionen gelöst werden, sondern nachhaltige Wirkung dort entsteht, wo unterschiedliche Kompetenzen zusammenkommen und Menschen bereit sind, ihre Möglichkeiten miteinander zu verbinden. Genau deshalb war für mich auch die Zusammensetzung dieses Abends so wichtig. Menschen aus unterschiedlichen beruflichen und persönlichen Kontexten kamen zusammen, weil sie ein gemeinsames Interesse verbunden hat: Die Frage, welchen Beitrag wir selbst leisten können.

 

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Naturschutz braucht langfristige Perspektiven

Namibia ist eines der faszinierendsten Länder dieser Erde und gleichzeitig ein eindrückliches Beispiel dafür, wie eng Natur, Menschen und wirtschaftliche Entwicklung miteinander verbunden sind. Wer Lebensräume erhalten und Wildtiere schützen möchte, kann diese Themen nicht isoliert betrachten. Nachhaltiger Naturschutz muss auch die Menschen einbeziehen, die in diesen Regionen leben. Er braucht wirtschaftliche Perspektiven, Bildung, lokale Strukturen und langfristige Partnerschaften.
Deshalb gefällt mir der Ansatz der Namibian Wildlife Foundation so sehr. Es geht nicht darum, aus Deutschland heraus vermeintlich einfache Antworten auf komplexe Herausforderungen zu geben, sondern darum, gemeinsam mit den Menschen vor Ort Strukturen zu unterstützen, die langfristig tragen können.
Und auch das bedeutet für mich Verantwortung: Ich gehe nicht davon aus, selbst immer die beste Lösung zu kennen, sondern ich bin bereit, zuzuhören, Kompetenzen zusammenzubringen und dort zu unterstützen, wo Unterstützung tatsächlich gebraucht wird.

Brücken zwischen Deutschland und Namibia

Ein wesentliches Ziel unseres Abends war deshalb, Brücken zu bauen zwischen Menschen. Zwischen Unternehmertum und Naturschutz. Zwischen Deutschland und Namibia.
Dass so viele Gäste unserer Einladung gefolgt sind und sich trotz hochsommerlicher Temperaturen auf diesen Austausch eingelassen haben, hat mich sehr gefreut.Besonders wertvoll waren für mich dabei nicht nur die Gespräche auf der Bühne, sondern auch all das, was anschließend entstanden ist. Neue Kontakte wurden geknüpft, Ideen diskutiert und Möglichkeiten einer Zusammenarbeit ausgelotet. Solche Begegnungen lassen sich nur schwer in Kennzahlen messen. Und dennoch können genau aus ihnen Projekte, Partnerschaften und Engagement entstehen, deren Wirkung weit über einen einzelnen Abend hinausreicht.

Warum dieses Engagement auch zu LWYRD gehört

Auf den ersten Blick mag ein Charity Abend für den Naturschutz wenig mit einer Personalberatung für den deutschen Rechtsmarkt zu tun haben, für mich gibt es allerdings neben der persönlichen Verbindung und meinem ehrenamtlichen Engagement noch eine weitere: Auch meine tägliche Arbeit bei LWYRD dreht sich im Kern um Verantwortung sowie um Entscheidungen, die Menschen, Unternehmen und manchmal ganze berufliche Lebenswege betreffen. Das bedeutet, auch in meinem Business tragen nachhaltige Verbindungen mehr als kurzfristige Lösungen. Ich bin davon überzeugt, dass Erfolg nicht ausschließlich daran gemessen werden sollte, was unmittelbar wirtschaftlich dabei herauskommt. Unternehmertum bedeutet für mich deshalb auch, sich die Frage zu stellen, wofür man die Möglichkeiten nutzen möchte, die mit unternehmerischem Erfolg, einem Netzwerk und einer gewissen Sichtbarkeit einhergehen. Ich empfinde es deshalb tatsächlich als Privileg, meine Stimme, mein Netzwerk und meine Erfahrung auch für die Namibian Wildlife Foundation einsetzen zu können.

Verantwortung verbindet

Mein Dank gilt allen Gästen, Partnern und großzügigen Unterstützerinnen und Unterstützern, die diesen Abend möglich gemacht haben. Ebenso danke ich der Stadt Bad Homburg v. d. Höhe für ihre Unterstützung und den wunderbaren Rahmen in der Villa Wertheimber.
Vor allem aber danke ich den Menschen, die sich nicht mit der Frage beschäftigen, ob ihr eigener Beitrag groß genug ist, sondern einfach anfangen. Denn Verantwortung muss nicht immer in großen Gesten bestehen. Sie beginnt dort, wo Menschen bereit sind, Zeit, Wissen, Kontakte, finanzielle Mittel oder schlicht Aufmerksamkeit für etwas einzusetzen, das über die eigenen unmittelbaren Interessen hinausgeht. Wenn daraus Verbindungen entstehen, kann aus vielen einzelnen Beiträgen etwas sehr viel Größeres werden.

Verantwortung verbindet.

Alles Liebe,
STAY LWYRD!
Ihre
Katharina E. Gangnus

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