Was bedeutet das?
Ein Clawback ist eine vertragliche Rückzahlungsklausel, die einen Anwalt verpflichtet, bereits erhaltene Zahlungen – häufig einen Signing Bonus oder andere Sondervergütungen – ganz oder teilweise zurückzuzahlen, wenn er die Kanzlei innerhalb eines bestimmten Zeitraums nach Zahlung verlässt.
In der Praxis
Clawback-Klauseln sind in der Praxis weit verbreitet, insbesondere bei Lateral Hires, die mit einem attraktiven Einstandsbonus gewonnen werden. Typischerweise gilt: Je kürzer die Betriebszugehörigkeit zum Zeitpunkt des Austritts, desto höher der Rückzahlungsbetrag – oft gestaffelt über einen Zeitraum von zwei bis drei Jahren.
Relevanz für Kandidaten
Für Juristen, die einen Kanzleiwechsel planen, ist die genaue Prüfung bestehender Clawback-Verpflichtungen ein wichtiger Schritt im Prozess – sowohl hinsichtlich der finanziellen Auswirkungen als auch als Verhandlungspunkt mit der aufnehmenden Kanzlei, die den Betrag in manchen Fällen übernimmt oder anrechnet.
