Was bedeutet das?
„Contentious“ bezeichnet im angloamerikanischen Kanzleijargon alle streitigen Mandate – also Angelegenheiten, bei denen es um die Durchsetzung oder Abwehr von Ansprüchen vor Gerichten oder Schiedsgerichten geht. Der Begriff wird oft als Gegensatz zu „Transactional“ verwendet, das die beratende, gestaltende Seite der Anwaltstätigkeit beschreibt.
In der Praxis
Zum Contentious-Bereich zählen klassische Litigation (staatliche Gerichtsverfahren), internationale Schiedsverfahren (Arbitration), aber auch regulatorische Verfahren, Kartellrechtsdurchsetzung oder interne Untersuchungen (Investigations). Anwälte, die in diesem Bereich tätig sind, werden häufig als „Litigators“ oder „Disputes-Anwälte“ bezeichnet.
Unterschied zu ähnlichen Begriffen
Die Wahl zwischen einem transaktionalen und einem streitigen Schwerpunkt ist eine der grundlegenden Karriereentscheidungen für Juristen in der Kanzlei. Beide Bereiche stellen unterschiedliche Anforderungen an Persönlichkeit, Arbeitsweise und Belastbarkeit – und bieten unterschiedliche Karriereverläufe, Mandantenprofile und Marktnachfragen.
