Was bedeutet das?
Der General Counsel – abgekürzt „GC“, gelegentlich auch als „Chief Legal Officer“ (CLO) bezeichnet – ist der oberste Rechtschef eines Unternehmens. Als Mitglied des Top-Managements verantwortet er die gesamte Rechtsabteilung, berät den Vorstand in allen rechtlichen und regulatorischen Fragen und koordiniert die Zusammenarbeit mit externen Kanzleien.
In der Praxis
Die Rolle des General Counsel hat sich in den vergangenen Jahren erheblich gewandelt: Moderne GCs sind nicht nur juristische Berater, sondern strategische Sparringspartner der Geschäftsführung. Sie sind in unternehmerische Entscheidungen eingebunden, tragen Mitverantwortung für Compliance, Corporate Governance und Risikomanagement – und müssen dabei sowohl rechtlich als auch wirtschaftlich denken.
Relevanz für Kandidaten
Für erfahrene Kanzleianwälte ist die Position des General Counsel oft ein attraktiver Karriereschritt in die Unternehmenswelt: Das Umfeld ist weniger von Billable Hours geprägt, dafür stärker von unternehmerischer Verantwortung und einer engen Anbindung an das operative Geschäft. Der Wechsel vom externen Berater zum internen Entscheider erfordert jedoch eine bewusste Neuausrichtung des eigenen Rollenverständnisses.
