Was ist Business Development?
Business Development – in Kanzleien oft kurz „BD“ genannt – bezeichnet alle Aktivitäten, die darauf abzielen, neue Mandate zu gewinnen, bestehende Mandantenbeziehungen auszubauen und die Marktposition der Kanzlei zu stärken. Es umfasst ein breites Spektrum: Von der Pflege des eigenen Netzwerks über die Teilnahme an Konferenzen und die Veröffentlichung von Fachartikeln bis hin zu gezielten Pitches und Angeboten für potenzielle Mandanten.
In der Praxis
In großen Kanzleien gibt es eigene BD-Abteilungen, die Partner und Associates bei der Mandatsgewinnung unterstützen – mit Pitch-Unterlagen, Marktanalysen und CRM-Systemen. Dennoch bleibt Business Development im Kern eine persönliche Aufgabe: Mandate entstehen über Vertrauen, und Vertrauen entsteht über Beziehungen. Kein BD-Team der Welt ersetzt den Partner, der seit Jahren denselben General Counsel kennt.
Relevanz für Kandidaten
Ab einem bestimmten Karrierelevel – spätestens als Senior Associate – wird erwartet, dass Anwälte aktiv eigene Netzwerke aufbauen und zur Mandatspipeline beitragen. Die Fähigkeit, Mandate nicht nur zu bearbeiten, sondern auch zu generieren, ist in den meisten Kanzleien eine zentrale Voraussetzung für die Partnerschaft. Wer diesen Schritt zu spät in Angriff nimmt, merkt oft, dass ein belastbares Netzwerk sich nicht kurzfristig aufbauen lässt – es braucht Jahre konsistenter Pflege.
Business Development ist dabei eng verknüpft mit dem Begriff des Rainmakers – also des Anwalts, der überdurchschnittlich viele und wertvolle Mandantenbeziehungen mitbringt oder aufbaut und damit maßgeblich zum wirtschaftlichen Erfolg der Kanzlei beiträgt.
