Was bedeutet das?
„Eat-What-You-Kill“ – kurz EWYK – beschreibt ein Vergütungsmodell in Kanzleien, bei dem der individuelle Verdienst eines Partners direkt und nahezu ausschließlich an die von ihm persönlich generierten Umsätze geknüpft ist. Wer viele Mandate bringt und hohe Honorare erzielt, verdient entsprechend viel – wer weniger produziert, verdient weniger. Quersubventionierungen zwischen starken und schwächeren Partnern sind in diesem Modell bewusst minimiert oder ausgeschlossen.
Unterschied zu ähnlichen Begriffen
Das Modell steht im direkten Gegensatz zum Lockstep-Prinzip, bei dem die Vergütung stärker durch Dienstalter und kollektiven Kanzleierfolg bestimmt wird. EWYK-Strukturen fördern unternehmerisches Denken und individuelle Leistung, können aber die interne Zusammenarbeit erschweren: Partner haben unter Umständen wenig Anreiz, Mandate an Kollegen weiterzugeben oder gemeinsam an Pitches zu arbeiten, wenn dies ihren eigenen Umsatzanteil schmälert.
Relevanz für Kandidaten
In der Praxis arbeiten viele Kanzleien mit hybriden Modellen, die Elemente beider Systeme kombinieren. Das Verständnis des zugrundeliegenden Vergütungsmodells ist für Lateral-Kandidaten auf Partnerebene ein zentraler Due-Diligence-Punkt bei einem Kanzleiwechsel.
