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Managing Partner

Was ist ein Managing Partner?

Der Managing Partner ist der geschäftsführende Partner einer Kanzlei – die Person, die neben ihrer anwaltlichen Tätigkeit die strategische und operative Leitung der Kanzlei verantwortet. Zu seinen Aufgaben gehören die strategische Ausrichtung, die Steuerung des Wachstums, Personalentscheidungen auf Partnerebene sowie die Repräsentation der Kanzlei nach außen.

In der Praxis

In mittelgroßen und großen Kanzleien ist der Managing Partner in der Regel ein gewähltes Amt: Die Partnerschaft wählt eine Person für eine befristete Amtszeit, typischerweise zwischen drei und fünf Jahren. In kleineren Kanzleien hingegen übernimmt häufig der Gründungspartner oder der umsatzstärkste Partner diese Funktion – oft ohne formellen Wahlprozess.

Die Rolle ist anspruchsvoll, weil sie unternehmerische Führungsqualitäten mit dem Selbstverständnis einer Partnerschaftsstruktur verbinden muss, in der Entscheidungen häufig konsensbasiert getroffen werden. Ein Managing Partner führt keine Hierarchie im klassischen Sinne – er oder sie überzeugt, moderiert und gestaltet, ohne die operative Kontrolle zu haben, die ein CEO in einem Unternehmen hat. Das macht die Rolle komplex und politisch zugleich.

Relevanz für Kandidaten

Für Juristen, die langfristig Führungsverantwortung in einer Kanzlei anstreben, ist die Managing-Partner-Rolle der natürliche Endpunkt einer Kanzleikarriere. Wer diesen Weg ernsthaft verfolgt, sollte früh verstehen, dass es dabei nicht nur um fachliche Exzellenz geht – sondern um die Fähigkeit, eine Partnerschaft zu einen, strategisch zu denken und unternehmerisch zu handeln, ohne den Rückhalt einer klassischen Führungsstruktur.

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