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PEP – Profit per Equity Partner

Was bedeutet das?

Der „Profit per Equity Partner“ – kurz PEP – gibt an, wie viel Gewinn im Durchschnitt auf jeden Equity Partner einer Kanzlei entfällt. Er wird berechnet, indem der Gesamtgewinn der Kanzlei durch die Anzahl der Equity Partner dividiert wird, und gilt als einer der meistzitierten Indikatoren für die wirtschaftliche Stärke einer Kanzlei.

Berechnung

PEP = Gesamtgewinn der Kanzlei ÷ Anzahl der Equity Partner

Beispiel: Eine Kanzlei erwirtschaftet einen Jahresgewinn von 100 Millionen Euro und hat 50 Equity Partner. Der PEP beträgt damit 2 Millionen Euro – unabhängig davon, ob dieser Betrag tatsächlich gleichmäßig ausgeschüttet wird.

In der Praxis

Der PEP ist die zentrale Größe in den jährlichen Rankings führender Fachpublikationen wie dem American Lawyer oder JUVE und wird von Kanzleien aktiv als Positionierungsinstrument genutzt – im Wettbewerb um Mandanten ebenso wie im Wettbewerb um Talente. Ein hoher PEP signalisiert wirtschaftliche Stärke, Selektivität bei der Partneraufnahme und eine leistungsfähige Mandatsbasis. Er ist auch deshalb so wirksam als Kennzahl, weil Kanzleien ihn durch die Steuerung der Equity-Partner-Anzahl aktiv beeinflussen können – weniger Equity Partner bei gleichem Gewinn bedeutet automatisch einen höheren PEP.

Relevanz für Kandidaten

Für Kandidaten, die eine Partnerschaft anstreben, ist der PEP ein wichtiger, aber nicht hinreichender Referenzwert. Er sagt nichts darüber aus, wie der Gewinn intern verteilt wird, wie stabil die Ertragslage langfristig ist oder wie viele Partner faktisch am oberen Ende der Verteilung verdienen. Wer eine Kanzlei wirklich einschätzen will, sollte den PEP daher im Zusammenhang lesen – mit Umsatz pro Anwalt, Leverage-Ratio und dem Verhältnis von Equity zu Non-Equity Partnern.

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